Sterbegeldversicherung für Handwerker sinnvoll?

Dass der Tod sprichwörtlich nicht umsonst ist, wissen wir alle. Für praktisch jede Berufsgruppe, so auch für Handwerker macht es Sinn, sich bereits frühzeitig mit dem Thema auseinanderzusetzen. Gerade bei vielen der handwerklichen Tätigkeiten ist das Unfallrisiko enorm hoch, mit teilweise schwerwiegenden Folgen. Aber auch Begleiterscheinungen, die zu anderen gesundheitlichen Risiken führen können, kommen bei Handwerkern oft vor. Neben der üblichen Absicherung (Berufsunfähigkeit, Lebensversicherung) macht es also durchaus Sinn, über eine Sterbegeldversicherung bereits frühzeitig nachzudenken.

Handwerker: Sinn einer Sterbegeldversicherung

Im Gegensatz zu vielen anderen Versicherungen ist die Sterbegeldversicherung praktisch nur auf einen Punkt ausgerichtet. Mit dieser Absicherung soll im Todesfall für den Versicherungsnehmer ein würdevoller Abschied möglich sein. Selbst bei einer normalen Beerdigung kommt es zu hohen Kosten für Bestattung, die sich auf weiter über 5.000 Euro belaufen. Für die Angehörigen ist das meistens ein nicht kalkulierbarer Faktor, der zur weiteren Problemen in der Zeit des Abschieds führt. Dabei sollte gerade in dieser Zeit die Trauer bewältigt werden. Ohne Sterbegeldversicherung führt jedoch der finanzielle Druck zu einer ganz besonderen Anstrengung. Es ist durchaus nicht unüblich, das sich viele Hinterbliebene sogar verschulden, nur um die Beerdigung ausrichten zu können. Zum anderen wünscht sich jeder einen würdevollen Abschied. Möglich ist das jedoch in vielen Fällen nur, wenn auch die finanziellen Fragen zuvor geklärt sind.

Vorteile einer Sterbegeldversicherung

Eine Sterbegeldversicherung macht besonders dann Sinn, wenn diese durch den Handwerker frühzeitig abgeschlossen wird. So belaufen sich die monatlichen Beiträge zumeist nur auf wenige Euro. In den kommenden Jahren kann damit ein effektiver Schutz für die Hinterbliebenen aufgebaut werden. Ein Sterbegeld kann aber auch in höheren Jahren abgeschlossen werden. Die laufenden Kosten für die Police sind dabei allerdings weitaus höher.

Der Unterschied zu einer herkömmlichen Lebensversicherung ist bei einer Sterbegeldversicherung schnell zu erkennen. Ein Grund, warum diese für Handwerker durchaus attraktiv sein kann. Während es bei einer Lebensversicherung ein Auslaufdatum gibt, endet die Sterbegeldversicherung erst mit dem Todesfall. Es bestehen also keine vertraglichen Laufzeiten, die die Police beschränken.

Wichtige Punkte

Wie bereits erwähnt, sollten Handwerker die Sterbegeldversicherung unbedingt frühzeitig abschließen. Nur so lässt sich die Police mit kaum wahrnehmbaren Beiträgen finanzieren. Wie auch bei anderen Absicherungen, so gibt es auch bei der Sterbegeldversicherung eine Wartezeit. Je nach Anbieter kann diese zwischen 6 – 12 Monaten im Schnitt betragen. Kommt es zu einem Todesfall in dem Wartezeitraum, erfolgt nur eine prozentuale Auszahlung.

Für Handwerker aber auch alle anderen lohnt eine Sterbegeldversicherung vor allem dann, wenn das Geld zur Deckung der Beerdigungskosten in der Regel nicht reichen würde. Nur wenige Haushalte haben die Möglichkeit, plötzlich 5.000 Euro und mehr bar auf den Tisch zu legen. Kredite gibt es nur, wenn die Bonität stimmt. Gerade bei einem Todesfall reagieren aber viele Banken sehr vorsichtig, wohlwissend, das damit auch anderen Schwierigkeiten (bestehende Raten- und Kreditverpflichtungen aus der Vergangenheit) auftreten könnten. Mit einer Sterbegeldversicherung lassen sich diese Unannehmlichkeiten umgehen. Hinterbliebene können sich auf die Trauer konzentrieren und mit Würde Abschied nehmen.

[Bild: Sascha Kohlmann/Flickr.]