Sicherheit an Türen und Fenstern

Für Einbrecher gehören Türen und Fenstern zum ersten Blick. In der Regel lassen sich genau an diesen Punkten Schwachstellen finden. Gerade die Türen stehen im Fokus. Zwar greifen immer mehr auf Sicherheitsschlösser zurück. Doch nutzen bringen diese nur, wenn die Tür nicht instabil ist. Und genau da liegt häufig der Schwachpunkt. Einbrecher können die Türen der meisten Wohnungen mit nur wenig Aufwand knacken. Bei dem größten Anteil der Einbrüche werden entweder die Türen oder die Fenster ausgehebelt. Für einen erfahrenen Einbrecher sind das oft nur wenige Sekunden. Besonders in Mehrfamilienhäuser, in denen die Parteien zur Miete wohnen, ist der Zugang auf diesem Wege recht leicht.

Berlin: Einbruch – Gesamtheitlicher Fokus

Der Schlüsseldienst Berlin weiß, das nur 3 Prozent aller Einbruchszugänge direkt über den Zylinder erfolgen. Mit wesentlich weniger Aufwand kann in fast allen Tür die Wohnung einfach aufgebrochen werden. Das erweist sich als schneller und einfacher, als sich mit dem komplizierten Zieh- und Bohrschutz im Zylinder zu beschäftigen. In den letzten Jahren wuchsen die Einbruchszahlen um über 30 Prozent an. Gleichzeitig sank die Aufklärungsquote auf unter 17 Prozent. Die Polizei ist hilflos. Besonders in Berlin. Die Hauptstadt der Einbrecher. Im Vergleich zu über 90 Großstädten in Deutschland, Österreich und der Schweiz rückt unsere Hauptstadt dabei immer auf den 1. Rang. Jede 190. Wohnung ist in Berlin betroffen. Einige Stadtteile sogar besonders schlimm. In Charlottenburg-Wilmersdorf zum Beispiel ist mittlerweile jede 127. Wohnung betroffen. Zugleich sind in Berlin die Aufklärungsquoten bei einem Einbruch noch geringer als im Bundesdurchschnitt. Diebesbanden reisen direkt für einige Tage in die Stadt und verlassen zumeist Berlin nach den Einbrüchen. So bleiben kaum Ansatzpunkte für Ermittlungen zurück.

Darum gilt, so rät auch der Schlüsseldienst Berlin, den Fokus gesamtheitlich auf Türen und Fenster zu legen. So sollte nicht nur ein Sicherheitsschloss mit entsprechendem Zylinder eingebaut, sondern auch die Tür stabilisiert werden. Denn gerade die Haustüren erweisen sich als das unsicherste Element. Besonders schlimm ist es in Berlin bei den Altbauten, wo häufig noch Flügeltüren beim Eingang vorzufinden sind. Hier haben Einbrecher besonders leichtes Spiel. Aber auch in Ostdeutschland sieht es trüb aus. Dort ist jede 2. Tür mit nur kurzem Aufwand auszuhebeln.

Schwachteile Haustür:

  • Türblatt und Zarge
  • Schließbleche
  • Schloss

Möglichkeiten zum besseren Schutz

  • Türspion mit Weitwinkel
  • Holzzargen verstärken
  • Stabile Türbänder, die nicht aushängbar sind
  • Zusatzschloss und Sperrbügel

Besonders effektiv erweisen sich häufig Metallpanzer, die jedoch beim Erwerb und Einbau etwas teurer ausfallen. Der Schutz, gerade bei der Haustür kann jedoch deutlich erhöht werden. Voraussetzung hierfür ist eine stabile Beton-Wand, in der die Verbohrung für den Panzer angebracht werden kann.

Schlüsseldienst Berlin: Türen prüfen!

Wer eine neue Mietwohnung bezieht, sollte generell das Türschloss sofort austauschen. Aber der Blick sollte auf die gesamte Tür fallen. Hilfreich ist dafür in der Regel ein Expertenrat, der mögliche Schwachstellen an der Tür sofort ausfindig machen kann. Zugleich kann dabei geprüft werden, ob die Winkelschließbleche auch wirklich fest im Mauerwerk verankert sind. Immer wieder finden sich in den Wohnung Leichtbautüren, die zwar kostengünstig sind aber absolut keine Sicherheit bieten.

Des Weiteren sollten Schließbleche, Zarge und Türbänder genauso geprüft werden, wie bei den Fenstern die Scharnierseitensicherungen. Sollten Nachbesserungen stattfinden, sollte hierbei der Einbau durch einen fachkundigen Betrieb erfolgen. Nur so kann wirklich eine fachgerechte Montage erfolgen.

 

Bild: Thomas Max Müller / pixelio.de