Immobiliensituation in Berlin

Bundesweit steigen die Preise für Immobilien nach wie vor. In allen Lagen. Besonders unsere Hauptstadt ist davon betroffen. Immer mehr Familien müssen bei der Miete genauer rechnen. Die Quadratmeterpreise haben in den letzten Jahren deutlich zugelegt. Einige sprechen sogar in Berlin von einer möglichen Überhitzung des Markts. Wie groß ist die Gefahr tatsächlich? Wir haben unseren Blick dazu einmal direkt auf den Immobilienmarkt in Berlin geworfen.

Berlin – Eine kurze Analyse

Laut Experten sollen sich die Preise und Mieten im Berliner Immobilienmarkt im Jahr 2014 aber langsamer als in den Jahren zuvor entwickeln. Insgesamt entwickelt sich das Luxussegment im Immobilienbereich besonders positiv. So lassen sich teilweise begehrte Neubauwohnungen finden, bei denen der Quadratmeter Preis weit über 10.000 Euro liegt. Aus der ganzen Welt kommen mittlerweile die Interessenten. Von unseren europäischen Nachbarn bis weit über den Horizont reicht das Interesse an einer Immobilie in Berlin. Interessant ist dabei, dass die Eigentumsquote bei den Einwohnern von Berlin gerade einmal bei 15 Prozent liegt. Das Alter der Käufer liegt dabei oft zwischen 40 – 50 Jahren. Die Nutzung als Kapitalanlage hingegen spielt nur eine untergeordnete Rolle. Der größte Anteil der Käufer kommt jedoch direkt aus dem Ausland. Hier spielt die Rendite, also die Nutzung zur Kapitalanalage einen wesentlich stärkeren Fokus. Auf diesen Sektor haben sich viele Makler aber auch internationale Webseiten spezialisiert. So berichtet der Anbieter http://berlin.localestate.de/verkauf-berlin.html, dass vor allem die Angebote in Deutschland, mit Fokus auf Berlin häufig abgefragt werden. Die wichtigsten ausländischen Käufer für Immobilien in Berlin stammen aus China, den USA und aus Russland. Beliebt sind vor allem große Wohnungen. Bei den ausländischen Käufern, die ebenfalls eine Eigennutzung (Zweitsitz, etc.) in den Fokus geschlossen haben, liegen die Kaufpreise im Schnitt um die 600.000 Euro.

Grunderwerbssteuer belastet nicht

Berlin hat erst zum Jahresübergang 2014 die Grunderwerbssteuer auf 6 Prozent (damals vor 6 Jahren noch bei 3,5 %) massiv erhöht. Kurz vor Jahresende verspürten die Makler eine erhöhte Nachfrage im Jahresend-Geschäft. Doch schon im Februar zeigte sich, dass die Anhebung zu keiner Veränderung bei der Steuer führt. In diesem Jahr wird in Berlin vor allem der Verkauf von Eigentumswohnungen noch einmal deutlich ansteigen, so Experten. Auch die aktuelle Krim-Krise, die bereits vielfach als abgeschlossen gilt, dürfte die russischen Investoren kaum abhalten. Dennoch sehen Experten eine Abschwächung der Nachfrage zum Jahresende. Die Preise werden sich im Immobilienmarkt Berlin langsamer als bisher bewegen. Das ist dabei keineswegs negativ zu betrachten, sondern durchaus positiv. Werden die großen Preissprünge weniger, fällt auch die Sorge um eine mögliche Spekulationsblase geringer aus.

Die Gründe sind dabei einfach nachzuvollziehen. Schon jetzt ist in vielen Berliner Stadtteilen eine Preisgrenze erreicht. Anleger und Profis kalkulieren demgemäß vorsichtiger als zuvor. Gleichzeitig sorgen viele Neubauten (Bereich: Eigentumswohnungen) ebenfalls für eine leichte Abkühlung. Ein Heißlaufen des Immobilienmarktes in Berlin ist also vorerst nicht zu erwarten. Insgesamt zeigen sich die Finanzierungen der Banken dabei als solide. Investoren und Käufer müssten oft ausreichend Eigenkapital (Durchschnitt: 30 Prozent) mitbringen. Auch lassen sich in Deutschland seit mehreren Jahren hohe Anforderungen im Bereich der Bonität und dem verfügbaren Einkommen vorfinden. Größere Ausfälle sind selbst bei möglichen Zinssteigerungen vorerst nicht zu erwarten.

Mietpreisbremse könnte Probleme bereiten

Die viel diskutierte Mietpreisbremse könnte sich aber auch auf Berlin auswirken. Vermieter wären dann gezwungen, bei der Auswahl von Mietinteressen besser als zuvor zu selektieren. Infrage kommen dann vielfach nur noch Bewerber, die tendenziell zu den zahlungskräftigsten Mietern gehören. Zugleich würden Investitionen in Neubauten zurückgehen und vermutlich zunächst in anderen Ländern erfolgen.

Als Fazit zum Berliner Immobilienmarkt lässt sich nach wie vor aber keine Besorgnis erkennen. Eine Investition lohnt weiterhin. Allerdings sollte das Objekt immer genau hinterfragt werden. Zeiten, in denen Immobilen ohne Sicht gekauft wurden, sind erst einmal vorbei.

Bild: detlef menzel / pixelio.de