Handwerker von Steuer absetzen

Der Gesetzgeber hat vor einiger Zeit die Möglichkeit geschaffen, die Rechnungen des Handwerkers von der Steuer absetzen zu können. Das sollte unter anderem die Schwarzarbeit deutlich eindämmen. Einige Punkte sind hierbei durch den Auftraggeber jedoch unbedingt zu beachten.

Auf die Zahlung achten

Grundsätzlich darf die Zahlung der Rechnung nicht in bar erfolgen. In diesem Fall wird eine steuerliche Geltendmachung abgelehnt. Allerdings darf der Rechnungsbetrag auch von einem Dritt-Konto überwiesen werden (Finanzgericht Sachsen, Az. 4 K 645/09). Den Finanzbehörden geht es hauptsächlich darum, das der Vorgang nachvollziehbar bleibt und so eine Schwarzarbeit vermieden wird.

Was kann ich absetzen

Einen Großteil kann abgesetzt werden. Maßgabe hierfür ist die Rechnung vom Handwerker. So dürfen Sie die Arbeitszeit (also den Lohn), also auch Maschinen- und Fahrtkosten absetzen. Waren und anderes Material dürfen jedoch nicht dabei eingezogen werden. Der Handwerker sollte die steuerlich relevanten Punkte immer gesondert in seiner Rechnung ausweisen. So können in der Regel 20 Prozent von den eigentlichen Arbeitskosten (bis zu max. 6.000 Euro) als Steuerermäßigungen abgesetzt werden. Bei Erreichen der Höchstsumme gibt es unter Umständen noch einmal einen Steuerbonus von 1.200 Euro.

Unter diesen Arbeiten fallen praktisch alle Sanierungs-, Erhaltungs- und Renovierungsmaßnahmen. Unabhängig, ob vom Vermieter oder Mieter beauftragt. Aber auch kleinere Arbeiten in Haus und Garten, wie Ausbesserungen fallen dazu. Das gilt auch für den Gartenzaun, solange dieser keine Neuausrichtung umfasst.

Der ruhende Haushalt

Die steuerliche Ermäßigung gilt auch für den ruhenden Haushalt. Das beinhaltet zum Beispiel Wohnungen, die während der Arbeiten nicht bewohnt sind oder aktiv betrieben werden.

Steuerlicher Abzug wird abgelehnt

Die Ermäßigung wird abgelehnt, wenn eine Barzahlung erfolgte. Aber auch dann, wenn für die Arbeiten Fördergelder oder andere öffentliche Zuschüsse genutzt wurden. Dazu gehört zum Beispiel auch ein KfW-Darlehen. Nur wenn keine Zuschüsse und Förderungen verwendet wurden, darf der oben aufgeführte Steuerabzug auch wirklich erfolgen.

 

 

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