FRACKING

Fracking stellt keine Bohrtechnik dar. Fracking ist Verfahren, mit welchem Erdgas uns undurchlässigem Gestein gelöst werden kann. Dieses Gas wird auch als unkonventionelles Erdgas bezeichnet. Es geht in der Regel um Tongesteine. Umgangssprachlich ist auch oft von Schiefergas die Rede.

Bevor mit dem Fracking begonnen werden kann, macht es sich erforderlich, bis zu fünf Kilometer tief zu bohren und anschließend in die gasführende Gesteinsschicht. Nun erfolgt eine Pressung in die horizontale Bohrung mit einem starken Druck, der bis zu 1000 bar beträgt und einen Mix aus verschiedenen Chemikalien, Quarzsand und Wasser enthält. Statt Quarzsand kommen auch Keramikkügelchen in Frage. Der Druck dieser Flüssigkeit trägt dafür Sorge, dass es zur Aufsprengung des Gesteins kommt. Dieses wird somit durchlässig für Gas. Die Chemikalien und festen Körper halten die somit entstandenen Risse offen.

Erstmalig kam dieses Verfahren im Jahr 1949 innerhalb der USA zum Einsatz. Hier diente es dazu, konventionelle Gas- und Ölvorkommen auf eine bessere Art und Weise ausbeuten zu können. Seit 2005 kommt dieses Verfahren zur Förderung von Schiefergas zum Einsatz. Seit dieser Zeit erfährt Nordamerika einen wahren Gas-Boom.

Fracking auch in Deutschland

Auch innerhalb Deutschlands wird seit langem gefrackt, allerdings nicht in Schiefergas. Im Raum Deutschland kam es seit 1961 zu nahezu 300 Fracking-Maßnahmen. Mit diesen ging es um dichtes und tiefes Erdgasvorkommen, auch als Tight Gas bezeichnet. Seitens der Firma Exxon Mobil wurde ein erster Fracking-Test in Tongestein nahe des niedersächsischen Ortes Damme durchgeführt.

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