Richtig bohren

Richtig bohrenEs klingt paradox, doch richtig bohren will tatsächlich gelernt sein. Heimwerker wissen, was dabei alles schief gehen kann. Die Bohrmaschine ist heute in jedem Haushalt verfügbar und kommt immer dann zum Einsatz, wenn wieder einmal ein neues Loch benötigt wird. Ob in der Wand, in den Fliesen oder auch im Möbelstück. Doch oftmals fehlt es an dem richtig bohren. Wollen Heimwerker erfolgreich ein Loch bohren, muss dafür natürlich auch der richtige Bohrer eingesetzt werden. Oft, gar nicht so einfach. Immer wieder wird die Handhabung der Bohrmaschine unterschätzt. Richtig bohren bedeutet aber nicht nur einfach ein perfektes Loch zu bohren, sondern ebenfalls auf Sicherheit zu achten.

Richtig bohren und das Ansetzen

In der Regel wird die Bohrmaschine an den Punkt angesetzt, an dem das Loch entstehen soll. Danach erfolgt Druck. Häufig reicht das jedoch für den Punkt „richtig bohren“ aus. In diesem Fall macht es Sinn, wenn der seitliche Versatz der Bohrmaschine beim Bohren möglichst gering gehalten wird. Ganz wichtig ist natürlich auch die Auswahl des Bohrers. Um richtig bohren zu können, sind zunächst der Untergrund, das Material und die Werkstoffe ein Anhaltspunkt. Demnach kann der Bohrer Typ bestimmt werden. Für den normalen Haushalt lässt sich dabei zwischen 5 Arten unterscheiden.

  • Bohrkranz (gerne auch Dosenbohrer) mit rundem Zahnkranz
  • Stabförmige Holzbohrer, die über eine Dornspitze verfügen
  • Spiralförmige Steinbohrer. V-förmige Spitzkante
  • Metallbohrer, spiralförmig mit abgerundeter Spitze
  • Universalbohrer, spiralförmig mit abgerundeter Spitze

Ist der richtige Bohrer erst einmal gefunden, muss er nun in das Bohrfutter der Maschine eingespannt werden. Mit dem Bohrfutterschlüssel werden die Haltebacken des Bohrfutters festgezogen. Bei Bohrmaschinen mit einer Schnellspann-Funktion reicht es in der Regel aus, wenn mit der Hand zugezogen wird. Weiter geht es zum Punkt richtig bohren.

Grundlagen und Punkte für das richtige bohren

Einige Punkte sollten zum richtig bohren unbedingt beachtet werden. Diese sind meistens unabhängig vom Untergrund oder den Materialien. So gilt das Vorbohren als ein besonderer Maßstab. Heimwerker führen das Vorbohren in der Regel mit einem kleinen Bohrer aus. Das mindert das Risiko, das Löcher plötzlich ausplatzen können, oder Möbel aufgerissen werden.

Besonders bei Stein, Gips und Holz ist es wichtig beim richtig bohren ein Abrutschen der Maschine zu verhindern. Sinnvoll ist es deshalb, zunächst ein Ansatzloch zu schlagen. Das kann mit Körnern oder einem Nagel erfolgen. Erst danach kann das richtige bohren beginnen.

Auf Strom- und Wasserleitungen achten
Richtig bohren bedeutet aber auch, auf Leitungen zu achten. Nichts ist schlimmer als eine Wasser- oder gar Stromleitung anzubohren. Neben dem Risiko für die eigene Person, sind es vor allem die Kosten für die Reparatur, die viele Heimwerker von einem erneuten Ansatz mit der Bohrmaschine abhalten. Hilfreich sind Metalldetektoren, um die Leitungen in der Wand finden zu können. Hier gilt auch folgendes: Meisten sind Leitungen oberhalb von Steckdosen und Lichtschaltern zu finden.

Auf die Umdrehung achten
Auch bei der Umdrehungsgeschwindigkeit gibt es einige wichtige Punkte. Bei Metall sollte immer langsam gebohrt werden. Wer in Holz richtig bohren möchte, sollte hingegen auf eine hohe Umdrehung setzen. Das verhindert zugleich auch, dass sich der Spiralbohrer mit Schmutz zu setzt.

Bild: Bart/Flickr.