Abnahme Handwerker Leistung

Sind die Arbeiten durch den Handwerker abgeschlossen, muss der Kunde das fertige Werk abnehmen. Doch hierbei gibt es einige Punkte, worauf Kunden unbedingt achten sollten und auch müssen. Die Abnahme lässt sich im Werkvertrag finden und ist eine Besonderheit, die immer wieder zwischen Handwerker und Kunden Streit hervorruft. Grundsätzlich gilt: Der Kunde als Besteller ist verpflichtet, das fertige Werk abzunehmen. Erst dann hat der Handwerker seine Leistung vertragsgemäß erbracht. Bei größeren Arbeiten wird dazu häufig ein Abnahmeprotokoll verwendet. Ist dieses vom Kunden unterschrieben worden, ist damit die Abnahme korrekt erfolgt. Dennoch kann die Abnahme auch stillschweigend erfolgen. Das geschieht, wenn der Kunde die Rechnung des Handwerkes ohne Einspruch überweist oder bezahlt.

Abnahme ist Bestätigung durch Kunden

Mit der Abnahme kann der Handwerker seine Leistungen dem Kunden in Rechnung stellen. Dieser ist nun verpflichtet, die Rechnung zu bezahlen. Allerdings hat bis zur Abnahme der Handwerker zu beweisen, dass seine Arbeit und die Fertigstellung nicht mangelhaft waren. Erst nach der Abnahme kommt es zu einer Umkehr der Beweislast. Danach muss der Kunde Mängel beweisen. Gleichzeitig beginnt die gesetzliche Gewährleistungspflicht.

Mangelhafte Leistung

War die Leistung durch den Handwerker mangelhaft, kann der Kunde die Abnahme verweigern. Damit muss zunächst auch keine Vergütung entrichtet werden. Wird aber ein Mangel in Kenntnis durch den Kunden abgenommen, verliert dieser dafür seine Gewährleistungsansprüche. Es sei denn, er behält sich diese ausdrücklich vor (siehe auch BGB, § 640 Abs. 2). Allerdings muss die Abnahme bei nur kleinen, also unwesentlichen Mängeln erfolgen. Es können aber mehrere Mängel zusammengerechnet werden, die dann unter Umständen eben einen wesentlichen ergeben. Unwesentliche Mängel sollten jedoch detailliert im Abnahmeprotokoll aufgelistet werden.

 

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